Geschichte der Tariqa Qadiriya Boutchichiya


Es ist durch eine lange Reihe von spirituellen Lehrern, dass die Tariqa Qadiriya sich, in Marokko, fortentwickelt hat. Viele Gnostiker hatten im Laufe der Zeit Tariqa Qadiriya immer wieder belebt, die dann deren entsprechenden Namen trug.
Der erste unter ihnen, war Abû’l-Hassan al-Shadili, Schüler von ‘Abd al Salam Ibn Mashish, dessen Lehrer Bû Madyan war. Er wurde in der Nähe von Ceuta, (Nord Marokko) im Jahre 1193, geboren. Der Einfluss seiner Tariqa, Shadiliyya genannt, reichte von Nord Afrika hin bis zum Hidjaz. Seine Sufi-Lehrmethode wurde von Junayd inspiriert, dessen zweiter Nachfolger, Ibn ‘Atta Allah von Alexandria (gest. 1510), schrieb das kleine Buch der Weisheit.
Ein zweiter Mystiker, al-Jazûli, wird im 15ten Jahrhundert, die Tariqa Schadiliya unter den Namen Jazuliya weiterführen. Er ist der Autor des berühmten Büchleins von Gebeten über den Propheten (S), Zeichen der Nutzen (Dalail Alkhayrat). Seine große Zawiyya befand sich in Afughal, in der Nähe von Safi (West Marokko). Er wurde 1465 vergiftet und hinterließ eine Bruderschaft, die eine wichtige Rolle bei dem Kampf gegen die Portugiesen sowie bei der Einführung der arabischen Dynastie der Saadian gespielt haben soll. Sein Beitrag war sehr wichtig, in den Ausbau dessen, was die Historiker nennen:“ marabutische Bewegung“ (Marabout bedeutet Mystiker, islamischer Heiliger)
In Marokko, beruht der sunnitische Sufismus auf drei Doktrinen, das Recht (Fiqh) von dem Rechtgelehrten Malik, das Glaubensbekenntnis von Al-Aschari und Sufismus von Al-Junayd.
Tariqa Qadiriya wurde bis ins neunzehnte Jahrhundert unter anderen Namen weiterhin entwickelt. Unter den großen Akteuren des sunitischen  Sufismus, hatte, im 16ten Jahrhundert, Ahmed Zarruq, Tariqa Zarruqiyya eingeführt.
Im 17ten Jahrhundert, war die Tariqa Nassiriyya, von Ahmed ben Nasser, gegründet. Am Ende des 18ten Jahrhunderts, erschienen zwei große Gnostiker: Moulay Arbi Darqawi und Sidi Ahmed Tijani.
Der Berg Beni Snassen, Ost Marokko, war der Ankunftsort der Urahnen von Sidi Hamza, kommend aus dem Iraq. An diesen Ort kamen damals die arabischen Auswanderer aus dem Nahen Osten, wo sie sich mit den Berbern, Bewohner Marokkos, in Kontakt getreten sind. Sidi Ali Qadiri, wie es der Name schon sagt, war ein Nachkomme von Moulay Abdelkader Al-Jilani, der Namensgebenden Gründer der Tariqa Qadiriya. Diese Tariqa ist eine der großen sufischen Konfraternitäten in der islamischen Welt. Moulay Abdelkader Al-Jilani galt als ein Pol (Orientierungsmensch, d.h. für die Leute die den Weg zum Gott suchten) und eine große Hilfe für die Menschen seiner Zeit. Er kam aus dem Djilan (Iran) her und starb im 12ten Jahrhundert. Seine Tariqa (Weg) hat weltweit Anhänger gefunden darunter auch Morokko.
Sidi Ali Qadiri ist der erste Vorfahre, der in Marokko angekommen war. Er baute seine Zawiyya in der Region des Beni Snassen Berges und fing an seine spirituelle Lehre zu übermitteln. Als Folge einer Hungersnot, die die Region getroffen hatte, wurde die Zawiyya als Aufnahmestelle für die Hungrigen, wo sie dann gebrochene Weizenkörner serviert bekommen haben, Tschicha benannt. Darum wurde er als Sidi Ali Boutchich bekannt. Eine andere Version besagt, dass ein Heiliger der Region hätte Sidi Ali und ein paar Konviven eingeladen und hatte zuerst, wie die Tradition so verlangte, Tschicha als Vorspeise serviert. Alle Gäste hatten davon wenig eingenommen, außer Sidi Ali, er aß das auf. Der Scheikh deklarierte, Sidi Ali als sein spiritueller Nachfolger. So entstand der Name Qadiriya Boutchichiya.
Zawiyya Qadiriya Boutchihciya hat auch eine Rolle bei dem Aufstand gegen die französische Kolonialmacht gespielt.

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Auf diese Internetseite stellen wir Tariqa Qadiriya Boutchichiya von dem Scheikh Sidi Hamza (r) vor.